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Die versteckten Kosten der All-Net-Flats

Nicht überall, wo “All-Net-Flatrate” draufsteht, ist auch alles mit drin – es gilt, die verschiedenen Tarife zu vergleichen. Wer heutzutage das Kleingedruckte nicht richtig lesen kann, beziehungsweise es einfach gutgläubig ignoriert, hat schon verloren. Den das kleine geschriebene Wort entscheidet über unsere Ausgaben, ob wir wollen oder nicht. Der neueste Geniestreich der Mobilfunkanbieter ist der Allnet-Flat-Tarif. Allein das Wort Flat lässt schon mal auf einen Pauschalpreis schließen, wie wir Deutschen ihn kennen und lieben. “All” suggeriert uns zumindest unbegrenzte Möglichkeiten.  Doch so grenzenlos und günstig, wie das Ganze scheint, ist es noch lange nicht.

Nicht überall, wo “All” draufsteht, ist auch alles drin

Beschränkt sind die Allnet-Flats auf das Bundesgebiet, Extrakosten entstehen, wenn man ins Ausland telefoniert. Auf die Inklusivangebote der verschiedenen Tarifformen muss man schon achten. Der neuen Smartphone-Generation bringt zum Beispiel der Base-Tarif “All in Classic” nicht wirklich was, da eine Internet-Flat hier nicht mit inbegriffen ist, wie man fälschlicherweise durch das Wort “All” denken könnte. Wo die Datenflat für das Surfen im Internet versprochen wird, ist auch eine Begrenzung gesetzt. Schnell wird da mal nach einem bestimmten, verbrauchten Datenvolumen die Geschwindigkeit von 56 oder 64 Kbit/s heruntergeschraubt.
Allnet Flat

Auf die Flatrate-Fallen achten

Eine weitere Falle sind die supergünstigen Allnet-Flats, die unter die 20-Euro-Grenze gehen, was schon ziemlich verlockend aussieht. Vor allem junge Studierende denken sich da wahrscheinlich, wie praktisch das ist; immerhin wird hier eine komplette Datenflat versprochen. Doch der große Schock kommt, wenn man old-school-like eine SMS versenden möchte: Pro Kurznachricht sind zwischen neun und 19 Cent fällig, so günstig wie gedacht, ist die Flat dann nämlich doch nicht.
Wer nun verwirrt ist und sich nicht mehr nur auf das Großgedruckte verlassen will, sollte sich beraten lassen. Aber Vorsicht bei den Service-Hotlines: Manche lassen sich das extra bezahlen, Mobilcom-Debitel etwa will sich die Hilfeleistung für 1,29 Euro die Minute anrechnen lassen. Ganz schön teuer, für eine Hilfe, die nicht nötig wäre, würde man nur klar und deutlich mit dem werben, was so ein Paket wirklich alles beinhaltet – und was eben nicht.